Der sowjetische Bunkerkomplex
Die Anlage diente zu DDR-Zeiten als militärische Richtfunkstelle der sowjetischen Armee (Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland, kurz GSSD). Die Anlage hatte eine strategisch wichtige Aufgabe für die militärische Führung:
Funktion und Hintergrund
- Knotenpunkt im Funknetz: Die Anlage fungierte als Endstelle im geheimen Richtfunknetz der sowjetischen Truppen.
- Topografischer Vorteil: Die Erhebung ist mit rund 146 Metern die höchste der Region. Der Stab der 3. Stoßarmee lag topografisch so ungünstig, dass er keine direkte Sichtverbindung (quasioptische Erreichbarkeit) für den Richtfunk hatte. Die Erhebung glich diesen Nachteil aus und sicherte die Signalübertragung im regionalen Raster.
- Aufbau der Station: Das Areal umfasste mehrere kleine Fertigteilbunker (unter anderem der Typen USB/SBK) sowie oberirdische Unterkünfte für die Soldaten und Garagen für Militärfahrzeuge.
